Über

Ihr fragt euch sicher woher der Name Bombinio stammt oder? In der Jugend wurde ich auf dem Bolzplatz aufgrund meines strammen Schusses des Öfteren Bomber gerufen. Da in den 90ern und 00ern ein paar bekannte brasilianische Spieler, wie bspw. Lucio, Romario, Ronaldinho, Jorginho (auch wenn anders geschrieben), verbal auf -io endeten, machte ein Kumpel aus Bomber kurzerhand Bombinio. Dies lag aber mit Sicherheit nicht an meinem brasilianischen Fußballkünsten, denn ich pflegte einen eher rustikalen Stil 😉

Weiteres Wissenswerte über mich:

Name: Andreas
Geburtsjahr: 1984
Herkunft: NRW/Deutschland
Lieblingsverein: Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V., Mitglied seit 1999
Nationalmannschaft: Deutschland, Fanclub-Nationalmannschaft Mitglied seit 2008
Instagram: @bombinio84

Meine ersten Spiele im Rheinstadion habe ich Mitte der 90er Jahre mit meinem Papa erlebt. Am 22.04.1999 bin ich Mitglied bei Fortuna Düsseldorf geworden, in einer Saison, in der der Verein aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga abgestiegen ist. Während meiner gesamten Schulzeit wurde ich, egal auf welcher Schule, immer für meine Liebe zur Fortuna ausgelacht, nicht beachtet oder bemitleidet. Meine Schulkameraden waren entweder Gladbach, Leverkusen, Dortmund oder Schalke Fans.

Als Fortuna damals 2002/03 in der viertklassigen Oberliga gegen Vereine wie GFC Düren 09, SV Adler Osterfeld oder Borussia Freialdenhoven spielte, habe ich mich immer gefragt ob ich jemals Fortuna wieder in der Bundesliga sehen werde. Mein Papa, der wahrlich die besten Zeiten Fortunas Ende der 70er mit zwei DFB-Pokalsiegen und dem Endspiel um den Europapokal der Pokalsieger gegen den FC Barcelona in Basel erlebte, träumte wie ich immer von der Rückkehr ins Fußball-Oberhaus.

Es schien so verdamt weit weg, ja fast unerreichbar. Es folgten dennoch die Aufstiege in der Saison 2003/04 von Oberliga in die Regionalliga, die Qualifikation in der Saison 2007/08 für die neu gegründete 3. Liga, der Aufstieg in der Saison 2008/09 von der 3. Liga in die 2. Bundesliga und schlussendlich die Rückkehr in die Bundesliga mit dem dritten Tabellenplatz und der legendären (und skandalträchtigen) Relegation gegen Herta BSC Berlin in der Saison 2011/12.

In all diesen Jahren gab es viele schöne und mindestens genau so viele bittere Momente. Aber allen die diese Reise mitgemacht haben, die quasi den Verein von kurz vor dem Aus bis zurück in die Bundesliga begleitet haben, die wie ich in der Schule oder im Job für die Liebe zur Fortuna ausgelacht wurden, fiel ein Stein, nein ein Felsbrock vom Herzen. Diese Freude und dieser Stolz spiegelten sich in der Stimmung der Aufstiegssaison 2011/12 und der ersten Bundesliga-Saison 2012/13 wieder. Nie wieder war seit dem die Stimmung elektrisierender oder euphorischer! Alle Last wurde abgelegt, alle Demut beiseite geschoben, alle Bescheidenheit abgelegt, alle Träumereien und Wünsche erfüllt. Es war eine Genugtuung! Von der Skyline zum Bordstein und zurück!

Nun schreiben wir das Jahr 2020, seit der letzten Bundesligasaison 2012/13 folgte ein Abstieg in die 2. Bundesliga, der Wideraufstieg in der Saison 2017/18 incl. Meistertitel der 2. Bundesliga, sowie der Klassenerhalt in der Saison 2018/19. Doch das, was in der Saison 2019/20 passieren würde, hätte niemand auf dieser Welt geahnt. Im Februar 2020 berichteten einige Medien von einem neuartigen Virus, welches in der chinesischen Stadt Wuhan ausgebrochen ist. Damals nahm man diese Medlungen zwar wahr, dachte sich aber nichts Weiteres dabei. Als jedoch die ersten Spiele der Bundesliga, u.a. auch das Heimspiel gegen den SC Paderborn am 13.03.2020, abgesagt wurden und schließlich die Saison unterbrochen wurde, war klar, dass dieses Jahr das vielleicht einschneidenste Jahr im Fußball-Business sein wird. Es bleibt zu hoffen, dass dieser tolle Sport und mein Heimatverein Fortuna Düsseldorf diese Zeit überleben werden.


Ich widme diesen Blog meinem Papa, mit dem ich immer gerne ins Stadion gegangen bin und der leider im Spätherbst 2016 verstorben ist. Egal ob mit Fortuna auswärts oder zu Hause, ´mal Champions League oder UEFA Cup in Leverkusen, mit der Nationalmannschaft bei der WM 2006 oder nur vor dem heimischen TV, es war immer schön mit dir Fußball zu schauen, Papa.